Chip-Tuning: die ganze Wahrheit

Über Chip-Tuning kursieren viele "Informationen".

Die meisten sind falsch.

Wir haben häufig Kunden, die nach dem Einbau eines vermeintlich tollen und preiswerten Chips massive Probleme zu beklagen hatte, von erheblichem Mehrverbrauch über schlecht laufenden Motor bis hin zu merklichem Leistungsverlust in bestimmten Drehzahlbereichen.

Wir haben diese Chips dann überprüft und teilweise die abenteuerlichsten Kennfelder ausgelesen. Vor dem Einsatz von Chips aus nicht fachmännischen Quellen können wir nur ausdrücklich warnen. Auch angebliche Kopien von Originalchips sind keine Garantie für einwandfreie Funktion!

Cartronic hat viele Jahre Erfahrung in der Optimierung von Porsche DMEs. Eine lange Reihe von Tests mit permanenter Weiterentwicklung mit dem notwendigen Equipment ging der Marktreife unserer Chips voraus.

Wir verändern - jeweils auf den Motortyp abgestimmt - Kennfelder von z.B. Einspritzung und Zündung. Und dies immer nur in einem für den Motor vertretbaren Rahmen. Das heisst, die von uns veränderten DME belasten den Motor nicht über seine Toleranzgrenzen hinaus. Wir nutzen lediglich das Optimierungspotential von Serienteilen.

Chip-Tuning heute

Eine Aufgabe für Spezialisten?

Es liegt nun mal in der Natur des Menschen, alles, was nicht gleich von den Schaltkreisen des Gehirns registriert und verstanden wird, als "Imaginäres" oder "Übernatürliches" zu werten. Wer bewundert nicht den großen Magier David Copperfield und seine spektakulären Tricks? So scheint es für ihn keine Problem zu sein, die Freiheitsstatue samt Besucher auf der Plattform verschwinden zu lassen. Sicherlich eine schwere Aufgabe, die eine Menge Erfahrung sowie technische Ausrüstung erfordert. Aber keine Zauberei...

Im Zeitalter des elektronischen Motormanagments entwickelte sich nun eine ganz andere Schicht der Magier. Sie nennen sich "PS-Zauberer" oder auch "Chip-Tuner" - ihreszeichens eine Spezies humanitären Ursprungs, welche ganz konsequent drei Ziele verfolgt:

  • Motorleistung "ohne Ende"
  • mit geringstem Zeitaufwand und
  • maximalstem finanziellen Ertrag

in die Motorsteuergeräte der leistungshungrigen Automobilbesitzer zu programmieren.

Nun ist es, wie wir alle wissen, in der Realität oftmals so, daß die Leistung in vielen Fällen ein recht schnelles Ende in Form von "vorprogrammierten" Motorschäden mit hohen finanziellen Zusatzbelastungen und sehr hohem Zeitaufwand findet.

Kurzum, jeder selbsternannte "Chip-Zauberer" ist noch lange kein Motorspezialist mit dafür nötigen weitreichenden Kenntnissen der physikalischen Gesetze und Systemzusammenhänge während eines Verbrennungsablaufes im Motor. Tatsache ist, daß sich die wenigsten "Chip-Tuner" mit dieser über Leben oder Tod des Motors entscheidenden Thematik auskennen. Das, was in hexadezimalen Zahlenwerten in den Programmen abgelegt wurde, entzieht sich in der Regel deren Kenntnis. Häufig werden dann nur Massenprodukte aus dem Ausland mit minderer Qualität als exakt ausgefahrene Programme angeboten.

Diese Chips, oder besser EPROMS, wurden zum einen nie an die Fahrverhältnisse auf deutschen Autobahnen und zum anderen nicht an die tatsächlichen Gegebenheiten im jeweiligen Fahrzeug abgestimmt. Für den Verbraucher sei also erhöhte Vorsicht geboten, wenn Firmen mit dem ultimativen "Chip-Tuning ohne Risiko" werben. Seriöse Firmen, die neben den Kenntnissen des klassischen Motorenbaues auch noch die Computer- und Programmiertechnik beherrschen, sind sehr rar. In der Regel beinhalten die Angebote dieser Firmen eine individuelle Anpassung der Motorsteuergeräte an die tatsächlichen Gegebenheiten im Fahrzeug.

Es werden entsprechende Eingangsleistungsmessungen vorgenommen. Bereits dann deckt das geschulte Auge des Fachmannes evtl. technische Fehler im System auf, die natürlich vor der geplanten Optimierung und Anpassung der Kennfelder behoben werden sollten. Zum Ende hat der Kunde dann auch die Möglichkeit der Erfolgskontrolle durch Vergleich der ihm ausgehändigten Leistungsmessprotokolle.

Wunder können natürlich nicht erwartet werden. Bei Saugmotoren können sich nach getaner Arbeit durchschnittliche Mehrleistungen von 2-6 Kw ergeben. Ausgefeilte Leistungskits, welche neben verschiedenen Änderungen im Bereich der Sauganlage, Kühlung, Ventiltrieb, Auspuffanlage sowie der entsprechenden Computeranpassung, Mehrleistungen bis zu 35 Kw (50 PS!) bringen, gehören der Seltenheit an, sind allerdings, wie die Leistungskits für Porsche Fahrzeuge aus unserem Hause zeigen, mit entsprechendem Knowhow und Entwicklungsaufwand durchaus realisierbar. Im Vergleich dazu kann man bei Turbomotoren Leistungszuwächse von bis zu 60 Kw erreichen. Tuner, die dann allerdings noch eine akzeptabele Standfestigkeit des Motors erhalten und garantieren, sind allerdings selten.

Alle Tuningmaßnahmen, die eine im weitesten Sinne leistungs - u. abgastechnische Veränderung am Fahrzeug verkörpern, sollten von einer dazu autorisierten Institution, wie z. B. dem TÜV, geprüft werden. Nach Einbau der Leistungskits werden die Änderungen dann auch in die KFZ-Papiere eingetragen. Der Erhalt dieser Abgasgutachten setzt seitens des Anbieters einen sehr hohen Entwicklungs- und Investitionsauwand voraus.

Fazit: alles was gut ist, hat auch seinen Preis, oder, wie ein bekannter britischer Dichter einmal sagte: ich habe nicht genug Geld, mir etwas billiges zu kaufen.

Abschließend nun noch einige Anmerkungen zu einer recht oft gestellten Frage aus dem Umfeld der "Leistungshungrigen": Wieso bieten die Fahrzeughersteller nichts dergleichen an?

Wir alle wissen, dass heutzutage nur noch der Automobilbauer erfolgreich sein kann, der sich im Rahmen des verschärften Umweltbewusstseins den Zeichen der Zeit anpasst. Es können nur noch Fahrzeuge verkauft werden, die in Sachen Wirtschaftlichkeit, Komfort, Design und Haltbarkeit im Trend liegen. Die Zeiten der "Spritfresser" gehören inzwischen der Vergangenheit an. Zudem legt kein Ingenieur seinen Motor so aus, dass er ständig an den Grenzen der Haltbarkeit läuft. Demzufolge ist dann natürlich für Zeitgenossen, die nicht unbedingt Wert auf ein Zusammenspiel oben genannter Faktoren legen, immer noch eine Tür offen beim: Chip-Magier der Zukunft...

FAQ

Garantie
Wir gewähren die übliche Herstellergarantie von zwei Jahren auf unsere Originalteile.

TÜV/AU
Viele Leistungskits sind TÜV-geprüft und werden auf Wunsch in die Fahrzeugpapiere eingetragen.

Versicherung
Durch die Leistungssteigerung kann Ihr Fahrzeug in einer höhere Klasse eingestuft werden. Dies sollten Sie mit Ihrer Versicherung klären.

Benzin
Alle Fahrzeuge, die mit unseren Chips ausgestattet sind, müssen mit 98 Oktan betankt werden.

Lebensdauer des Motors
Da wir lediglich die Serientoleranzen optimal nutzen, ist die Lebensdauer des Motors grundsätzlich nicht betroffen.

Rückrüstung
Die Leistungskennfelder können jederzeit wieder gegen die Serienkennfelder ausgetauscht und damit das Fahrzeug in den Serienstand zurückversetzt werden.

Inspektion
Die werkseitig vorgegebenen Intervalle ändern sich nicht.

Stand: 16.04.2016